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Mediatoren Brunhild und Ingo Fuhrmann vermitteln bei Schulkonflikten

Von Hengameh Habib
Brunsbüttel - Fast jeder Schüler kennt die Situation: man hat Arger mit einem Klassenkameraden oder - schlimmer noch - mit einem Lehrer und es ist niemand da, der neutral vermitteln könnte. Für die Schüler des Gymnasiums ist das ab sofort kein Problem mehr.


In Kürze können sich die circa 700 Schüler in solchen Fällen an Brunhild und Ingo Fuhrmann wenden. Die beiden Senioren wollen sich trotz Ruhestand nicht zur Ruhe setzen und sich weiterhin in die Gesellschaft einbringen.

Letztlich erwies sich diese Entscheidung auch als persönlicher Glücksfall: Von 2004 bis 2005 machten die 71-jährige Brunhild Fuhrmann und der 67-jährige Ingo in einer Akademie in Plön eine Ausbildung zu Seniortrainern — ein Projekt, das von der Bundesregierung gefordert wird mit dem Ziel, von den Erfahrungen der älteren Menschen zu profitieren. Hier lernten sich der Brunsbütteler Fuhrmann und seine jetzige'Frau kennen und lieben.

Im Jahr 2005 absolvierten sie gemeinsam eine Ausbildung zu Schulmediatoren. „Wir bieten Lösungen in Konfliktfallen an und erarbeiten gemeinsam mit den Konfliktparteien Möglichkeiten", sagt Brunhild Fuhrmann. Zwar ist das Gymnasium in Sachen Konfliktbewältigung gut aufgestellt, aber die Fuhrmanns bieten einen entscheidenden Vorteil: Sie haben mit dem Schulalltag, mit den Schülern, den Eltern und den Lehrern nichts zu tun und sind daher neutrale Ansprechpartner.

Schulleiter Hans-Walter Thee ist überaus glücklich über das Angebot der Fuhrmanns, zukünftig am Gymnasium ihre ehrenamtlichen Dienste anzubieten. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit, vor allem, weil Frau Fuhrmann weiß, welche Bedürfnisse eine Schule hat", sagt Thee. Die 71-Jährige hat 20 Jahre lang als Lehrerin und 20 weitere Jahre als Direktorin an einer Grundschule Marl (Nordrhein-Westfalen) gearbeitet.

Gemeinsam mit ihrem Mann hat die ehemalige Rektorin bereits fünf Jahre Erfahrung als Mediatorin an einer Realschule in Travemünde gesammelt. Dort haben die Fuhrmanns auch zuletzt gelebt. Weil Ingo Fuhrmann, gelernter Chemie- Industriemeister, wieder zurück nach Brunsbüttel wollte, wohnen sie seit 2010 in der Schleusenstadt

Über einen Zeitungsartikel, der von Präventionsmaßnahmen im Bereich Mobbing am Gymnasium handelte, wurde Brunhild Fuhrmann auf die Schule aufmerksam. „Die Fuhrmanns haben sich auf allen Ebenen vorgestellt, bei der Lehrerkonferenz, ebenso wie beim Schulelternbeirat, der Schülervertretung und der Präventions-AG", lobt Schulleiter Thee. Sie seien von den Gruppen positiv aufgenommen worden. In den kommenden Tagen wollen sie sich zusätzlich in allen 28 Klassen vorstellen..

Und dann kann es losgehen: Immer mittwochs können sie in der Zielt von 9 bis 12 Uhr in der Schule aufgesucht werden. Aber auch außerhalb der Sprechzeit kann das Mediatoren-Team über Telefon oder E-mail kontaktiert werden. „Wenn es sein muss, treffen wir uns mit den Schülern auch außerhalb der Schule. Sogar bei ihnen zu Hause", sagt Ingo Fuhrmann und betont „Wir unterstehen der Schweigepflicht Nur wenn der Schüler sein Einverständnis gibt, können wir mit anderen im Fall involvierten sprechen."

Ihr Alter sehen die Fuhrmanns als Vorteil: „Die Großeltern werden eher um Rat gebeten als die Eltern, die doch irgendwo immer erziehen wollen und müssen“, sagt Brunhild Fuhrmann, die vierfache Großmutter ist. Sie und ihr Mann, der drei Enkelkinder hat, seien hingegen gelassener.
(Quelle: DLZ v. 21.08.2012)